Graupner Mini SB13 Nurflügel

Graupner Mini SB13 – Erstflug – Teil 5

Die SB13 fliegt! 🙂

Abfluggewicht liegt bei 1730g. Damit bin ich sogar leichter, als die minimale Gewichtsangabe von Graupner (1800 – 2300g). Die Ruderwege der Anleitung, diese habe ich im Anhang beigefügt, stimmen. Der Schwerpunkt ist laut Angabe gut fliegbar. So viel als erste Einschätzung.

Blauer Himmel, leichter Nord-Ost Wind. Jendrik ist mit seiner Rödel Piper und ZG62 als Schlepp Pilot dabei. Viel Betrieb heute bei uns auf dem Platz, trotz der kalten Bedingungen. Es hat knapp über 0 Grad, in der Sonne ist es aber gut auszuhalten. Ich rüste die SB13 auf. Nach den ersten Frotzeleien, dass ich wohl das Leitwerk hinten vergessen hätte, finden sich die ersten Interessenten ein. Nurflügel Witze, oft gehört, kalter Kaffee. Wartet Freunde bis Thermik steht, dann zeigt auch der Pfeilpilot was richtiges Steigen bedeutet…

Die SB13 hängt am Schleppseil, die Spannung steigt. Dem Schlepp Pilot ist das komische Ding hinten am Seil nicht ganz geheuer. O.K., Finger am Auslöser und ab dafür. Klappen sind +4mm hoch, nach 15m hebt die SB13 ab. Ich merke sofort, dass sie auf Höhe nervös reagiert. Auf der Flugphase 2 habe ich alle Ruder im Strak. Als ich das mache nimmt der Flügel die Nase deutlich nach unten. Mit +4mm fliegt die SB13 annehmbar, wenn auch nicht langsam. Beim Kurven nimmt sie die Nase hoch, die Quer Differenzierung stimmt noch nicht. Die erste Landung geht fast in die Hose, weil der Gleitwinkel enorm ist. 1m vor Platzende kommt die SB13 zum liegen. Erstflug geglückt, geile Maschine, super Flugbild!

Flug 2 und 3 dient dazu die Eigenarten zu erkunden. Voll Höhe ziehen quittiert die SB13 mit einem saftigen Abriss und anschließendem Trudeln. Der Abriss kommt schnell, der Pfeil ist kein Einsteigermodell. Nach einer Drehung und 20-30m Höhenverlust ist die Maschine wieder unter Kontrolle. Das bedeutet aber auch, dass die Landung gut geplant sein will. Zu langsam geht gar nicht. Wie im RC Network Forum von einem SB13 Piloten berichtet werde ich Turbolatoren versuchen um die Kiste etwas zahmer zu bekommen. Neue Winglets sind auch geplant.

Für die Saison 2011 habe ich mit der SB13 einen ansprechenden Segler, der rasch gerüstet ist und hoffentlich gute Flugleistungen in der Thermik zeigt. Ich bin zufrieden mit dem Modell. Auf viele schöne Flüge!

Graupner Mini SB13 Nurflügel

Graupner Mini SB13 – Endausbau – Teil 4

So, bin fertig. Was jetzt noch kommt bedarf keiner Beschreibung. Der 2s 1000mAh Lipo muss mit Klett in den Rumpf, werde versuchen ohne Blei auszukommen. Von der Haubenmechanik bin ich abgekommen, leider. Wäre zwar cool, aber 40g so weit vor dem Schwerpunkt haben mir beim groben Auswiegen gezeigt, dass das nichts wird.

Der ACT S3D Slim-8 sitzt etwas schief im Rumpf, was volle Absicht ist. Eine Antenne geht nach hinten, die andere im 90 Grad Winkel. Ich habe 3mm Depron mit ausreichendem Radius ausgeschnitten und die Antenne mit Tesa befestigt. Hätte ich den Empfänger winkelig in den Rumpf gelegt würde eine Antenne an die Rumpfwand stoßen. Das wollte ich nicht, also etwas quer. Empfängerstromversorgung ist ein UBEC Baustein, den ich auf 5V eingestellt habe. Dazu ein 12V Schalter aus dem KFZ Bereich. Kabel sauber verlegen und markieren, damit man nicht falsch herum die Flügel anschließen kann. Die Ruderwege sind eingestellt, der Schwerpunkt ist bekannt. Wenn die Wege und Daten verifiziert sind werde ich nach dem Erstflug alles posten.

So, der Erstflug kann kommen. Ich muss bei Petrus und unserem Schlepperpiloten mal anklopfen… 🙂

Graupner Mini SB13 Nurflügel

Graupner Mini SB13 – Schleppkupplung – Teil 3

Langsam geht es auf die Zielgerade. Gestern habe ich die Schleppkupplung eingebaut. Ich verwende hier gerne eine Selbstbaulösung, weil die Ansprüche bei der kleinen SB13 nicht so hoch sind.

1mm Stahldraht mit entsprechendem Bowdenzugrohr wird benötigt. Ferner ein kleines Stück harte Kieferleiste. In die Leiste fräst man eine Nute für den Bowdenzug. Dann klebt man das Bowdenzugrohr inkl. Stahldraht darin in die Nute. Mit Stahldraht deshalb, weil es leichtgängig laufen soll. Im Rumpf bohrt man an gewünschter Stelle ein Loch, ich habe 8mm genommen, da muss man später nicht so fummeln.

Also Servo nur das Stärkste was man gerade zur Hand hat. Bei mir ein 10Kg Servo mit Metallgetriebe, sparen sollte man woanders, nicht am Kupplungsservo! Ich bohre dann in den vorhandenen Servoarm ein Anlenkungsloch möglichst nah an der Drehachse, das gibt maximale Kraft. Nun richtet man das Bowdenzugrohr entsprechend im Rumpf aus und klebt es flächig ein. Nicht sparen, denn da zieht später die Schleppmaschine dran.

Wenn der Kleber hart ist entfernt man den Stahldraht und fräst eine Öffnung durch das Bowdenzugrohr und in das Kieferholz hinein. Der Stahldraht hat jetzt eine entsprechende Führung und wird die Öffnung sicher verschließen. Die Servowege werden sauber eingestellt, so dass die Kupplung sicher öffnet und verschließt. Fertig ist die Sache. Anbei ein paar Bilder.

Nächster Schritt ist die Haubenmechanik.

Graupner Mini SB13 Nurflügel

Graupner Mini SB13 – Nase richten – Teil 2

Weiter geht`s. Die Lufthutzen habe ich mit Polyester Spachtel grob verschlossen. Danach einen Styrodurklotz mit 5min Epoxy an den Rumpf geklebt. Nun gilt es zu schneiden und zu schleifen, mit Augenmaß. Sieht ganz gut aus wie ich finde.

Da man alleine mit der Styrodurnase nicht Fliegen kann, sie ist einfach zu weich, muss mit Gfk verstärkt werden. Dazu habe ich 1-1,5mm von den ursprünglichen Maßen abgeschliffen. Hier wird nun mit 50g Gewebestücken rundum laminiert. Anschließend die Nase mit Tape komprimiert und das Paket auf die Heizung gelegt. Das Ergebnis wird nochmals gespachtelt und geschliffen. Jetzt ist die Nase bulletproof. 🙂

In der Zwischenzeit habe ich die hintere Steckung erneuert und das gebrochene Winglet geklebt. Die Ruderanlenkungen sind mit 2mm Gewindestangen und CfK Rohr Verstärkungen neu erstellt. Hier flattert nichts mehr! Keine Bilder dazu.

Als nächster Schritt ist die Haubenmechanik und der RC Ausbau an der Reihe. Ja, Lackieren auch noch (Silber). Vor meinem Urlaub bekomme ich das aber nicht mehr hin. Ist was für Januar 2011…

Energija V1 F3B

Energija 1 – F3B Spread-Tow Schönheit

Auch die Energija 1V war nicht geplant. Wie es halt so ist im Leben, manchmal gibt es Dinge die bedürfen einer spontanen Entscheidung. Angeboten in der RC Network Börse, kurze Recherche im Netz, kaufen!!! Ein Modell von Thomas Ehrentraut, dem Mann hinter „Le Composites„. Für sich selber gebaut, also mit Herzblut gemacht. Und ein Traum in Spread-Tow Sichtcarbon…

Der Einsatzzweck ist klar dynamisch und nicht zum Floaten und für Thermik. Klar kann das die Energija auch, aber ich habe da noch eine F3J Bestellung laufen. Dazu später mehr auf diesem Kanal. Die Energija soll der „immer dabei Flieger“ sein, auch im Urlaub. Elektrisch soll das Baby werden, wegen der Unabhängigkeit von Winde, Gummi oder Hang. Und weil ich einen Flieger brauche, der auch bei Wind noch läuft werde ich nicht aufs letzte Gramm schauen.

Die Aufgabe: Umbau Segler auf Elektro

Die Idee ist einen neuen Nasenkonus zu bauen, der direkt den Elektromotor aufnimmt. Das Rumpfboot wird abgeschnitten. Die Aufstecknase wird also „tragend“. Die gekaufte Nase kann das nicht leisten, zu dünn und nicht mehr stabil genug. Thomas hatte die Nase auf einer anderen Energija im Einsatz, sehr deutliche Gebrauchsspuren sind vorhanden. Da ich keinen Schönheitspreis gewinnen muss stört mich das nicht.

Beim Thema Formenbau probiere ich mal wieder was Neues: Rengel SW404 ein gefülltes Formenharz, was mir mal von Martin Weberschock empfohlen wurde. Allerdings verwende ich den „langen“ Härter HY5159. Der schnelle Härter hat mir eine zu kurze Verarbeitungszeit. Bin eher der gemütliche Typ beim Bauen. Im Anhang findet ihr einige Bilder vom Formenbau. Den ganzen Text dazu spare ich mir, die Vorgehensweise steht im Teil „Formenbau für Radschuhe“. Nur auf die „kleinen“ Unterschiede möchte ich dann doch hinweisen.

Trennwachs: Mirror Glaze No. 8 – hat noch nie Probleme gemacht. Kostet gut Geld in Deutschland. Tipp: In den USA kostet die Dose ein paar Dollar. Lasst auch was mitbringen. Hatte Bekannte vor Ort und habe das Zeug über eBay USA in deren Hotel liefern lassen… 🙂

Das SW404 soll mit dem schnellen Härter sehr zäh sein. Es ist ein „gefülltes“ Harz, also später sehr hart und nicht mehr schleif und polierbar. Mit dem „langen“ Härter wird das Zeug sehr dünn, es läuft etwas ab. Einen Fisheye Effekt, also stellenweise komplettes Ablaufen vom Urmodell, konnte ich nicht beobachten. Mirror Glaze ist da hart drauf, das musste ich beim Lackieren einer mit Mirror Glaze behandelten Form lernen. Form angenebelt und sofort sind die Tropfen zusammen gelaufen. Das Zeug sollte immer trennen. Beim nächsten Bauteil dicke ich mir das SW404 etwas mit Tixo ein. Verarbeitung war trotz „dünnem“ Zustand 1A. Den „schnellen“ Härter habe ich einer kleinen Unit gekauft um es mal zu testen. Mir fehlt noch das passende Urmodell dazu.

Hinterfüllung der Form ist mit Quarzsand/Epoxy Gemisch erfolgt. Mischungsverhältnis ca. 10:1 + Farbpaste in blau. Mit der Farbpaste kontrolliere ich die Durchmischung des Sandes. Diese Mischung ist schon ziemlich trocken. Weniger Epoxy werde ich wohl nicht mehr versuchen.

Heute habe ich die Form geöffnet, komme gerade aus dem Keller. Freude kommt auf, die Arbeit hat sich gelohnt! Ist sehr gut geworden, keine Lufteinschlüsse, Oberfläche glatt. So glatt, wie es das Urmodell (war stark gebraucht) zugelassen hat. Ich glaube das SW404 wird mein Standard Harz, bin sehr zufrieden. Hinweis: Ich sprenge meine Formen mit einem Schraubenzieher von einer Endseite der Form aus. Das kann ich machen, weil ich KEINE Passdübel verwende, sondern 10mm Stahlkugeln. Macht das nicht, wenn ihr Stifte verwendet! 🙂

So, genug Text. Hier einige Bilder.

Graupner Mini SB13 Nurflügel

Graupner Mini SB13 – ein Spontanprojekt Teil 1

Geplant war die Graupner mini SB13 nicht. Der Nurflügel hat mir immer schon gefallen, in diversen Foren bin ich über das Modell gestolpert. Die Meinungen waren aber geteilt: 50% sagten das Ding fliegt, 50% sind anderer Meinung. Viel Geld wollte ich für den Versuch nicht aufwenden, zumal in diesem Winter einige Projekte anstehen.

Auf der Börse in Maintal-Wachenbuchen habe ich dann eine SB13 gefunden. Beschädigt zwar, aber die Substanz war O.K. Die SB13 hat mich nach etwas Überredungskunst 30EUR gekostet. Einpacken und ab in den Keller…

Wie ist der Zustand:

  • Rumpf umgebaut auf Elektro. Geht gar nicht, soll ein reiner Segler werden
  • Rumpf gerissen wegen harter Hanglandung
  • Haubenrahmen platzt auf
  • Haube sitzt nicht 100% und die Befestigung sagt mir nicht zu
  • Rechtes Winglet ist angebrochen
  • Eine Ruderanlenkung ist verbogen
  • Gute Servos: Robbe FS 500 MG
  • Flächen in gutem Zustand und schön gebügelt

Was will ich realisieren:

  • Rumpf auf Segler umbauen, Schleppkupplung, Spachteln und Lackieren
  • Haubenmechanik zum Aufklappen (nicht nötig, sieht aber cool aus!)
  • Schäden beseitigen: Winglet und Ruderanlenkungen
  • Neue Winglets nach moderner Auslegung (erst fliege ich mit den Originalen)
  • Optional: Bremsfallschirm zur Landung
  • Optional: Turbolatoren anbringen (sehen wir dann beim Fliegen ob das sein muss!?)

Gestern ging´s los. Den geplatzten Rumpf habe ich mit Sekundenkleber sporadisch gerichtet und dann den kompletten Vorderteil des Rumpfes mit GfK Gewebe von innen laminiert. Die Kühlöffnungen habe ich ebenfalls von innen überzogen. Das spachtel ich später zu. Den vorderen Spant habe ich ausgefräst. Drecksarbeit, weil mit Sekundenkleber verklebt. Das stinkt wie die Hölle! Nach dem Laminieren habe ich die Haube aufgesetzt und mit Tape gesichert. Der leichte Verzug des Rumpfes wird jetzt hoffentlich etwas korrigiert. So viel für heute. Später mehr.

Anbei einige Infos im Web zum Modell „Graupner mini SB13“ und zum Original der Akaflieg Braunschweig. Soviel vorweg: Scale ist die Graupner mini SB13 nicht. Egal, mal was anderes im Hangar.

Links zum SB13 Nurflügel:

Und zum Schluss noch einige Bilder von meiner Graupner mini SB13 im derzeitigen Zustand. So long…

Modellbau Börse Maintal Wachenbuchen

Modellbau Börse in Maintal Wachenbuchen

Über die Jahre sammelt sich viel Zeug an, was ich nicht mehr wirklich gebrauchen kann. Auf der Herbstbörse in Lampertheim ist einiges übrig geblieben, also war der Gang nach Maintal-Wachenbuchen angesagt. Die Tische sind dort für Aussteller kostenfrei! Anbei ein Link zum ausrichtenden Verein: Flug und Modellbauclub Maintal e.V.

Sonntag früh, kurz vor 7:00 fahre ich los. Als Frühaufsteher kommt Freude auf. Ihr versteht was ich meine. Problem in Maintal ist der Parkplatz, es gibt wenige Plätze. Die Halle ist klein, eine Bürgerhalle und somit keine offizielle Sporthalle. Anbei ein Bild von meinem Stand. Einige Kollegen aus meinem Verein waren auch dabei.

Mit Lampertheim ist diese Börse nicht zu vergleichen. Was ich so gehört habe gehen große Modelle nicht so gut weg. Ich konnte allerdings einen 3,80m DFS Reiher verkaufen, wenn auch nur für kleines Geld. An dem Reiher war auch einiges zu machen. Anyway … weg ist weg. Für einen Vormittag hielt sich der Aufwand in Grenzen, man kann es machen. Wenn die Tische was kosten würden wäre für mich Ende der Veranstaltung. Das würde sich dann nicht mehr lohnen. Kurz vor Ende der Börse habe ich dann noch einen Schnapper gelandet. Gefunden habe ich eine defekte Graupner mini SB13. Ein Nurflügel, den ich mir schon lange auf die erweiterte Watchlist gesetzt hatte. Da konnte ich nicht Nein sagen. Dazu gibt es aber einen eigenen Post mit Bildern.

Formenbau Radschuhe Teil4

Formenbau für GfK Radschuhe 4/4

Heute war ein freudiges Ereignis zu verzeichnen, da ich meine ersten Radschuhe aus der Form ziehen konnte.

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7 Schichten Mirror Glaze, polieren, dann Lack in die Form. Dabei habe ich bemerken dürfen, wie stark der Fisheye Effekt bei dem Mirror Glaze wirklich ist. Kaum waren die ersten Tröpfchen Lack in der Form sind die Dinger verlaufen. Also die Lackierung ist nichts geworden. Das sollte ich lieber nachher machen. Die China Ware wiegt 8g, meine kommen auf 10g in obigem Zustand. Allerdings sind die neuen Radschuhe grifffest, kein Vergleich zu den Hyperion. Da ich die Urmodelle beim Formenbau zerstört habe konnte ich den Aufbau analysieren. Hyperion verwendet 160er oder 200er Gewebe, davon nur eine Schicht. Ich dagegen habe 2x100er Lagen verwendet, und das in multiaxialer Faserorientierung. Kleine Stückchen Gewebe Pi mal Daumen in die Form, Restestücke kleinschneiden und ab in die Form. Alles noch sehr nass laminiert (L285), die 8g Benchmark schaffe ich auch noch…

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Dieser Baubericht ist hiermit beendet. Ich habe viel gelernt und kann jetzt ohne Reue auf unserer Piste landen…

Formenbau Radschuhe Teil3

Formenbau für GfK Radschuhe 3/4

Nach einer 48h Zwangspause wegen Aushärtung der Form ging es heute ans Eingemachte. Es ist fast wie Weihnachten beim Geschenke öffnen….. Smile

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Die Trennbretter wurden entfernt. Diesmal ging das deutlich leichter, weil ich auch die Spanbretter mit mehreren Schichten Mirror Glaze behandelt habe.

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Der kleine Spalt ist das 1mm Balsastück, was in der Trennebene der Form eingearbeitet wurde. Das stückelt man etwas mit dem Bastelmesser raus und greift dann zum Schraubendreher…. uahhh

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Puh, die Form ließ sich ohne Probleme öffnen. Die beiden Urmodelle konten leider nur mit Gewalt entfernt werden, die taugen nichts mehr. Auf der einen Seite hätte man mehr Wachs aufbringen müssen, da hängen die Urmodelle sehr fest an der Form.

Keine perfekte Form, einige Fehlstellen, aber in der Summe bin ich zufrieden. Einige Risse der Urmodelle habe ich mit abgeformt. Und beim Entfernen der klebenden Urmodellreste habe ich einige kleine Macken in die Nutzfläche eingebracht. Da hier aber vor dem Laminieren von ersten Radschuhen noch gewachst wird dürfte man das kaum am späteren Produkt sehen.

Was jetzt noch fehlt sind einige Feinarbeiten mit dem Dremel. Die Kanten etwas brechen, natürlich nur außen und nicht innen an den Radschuhen. Die Öffnungen der Radschuhe nacharbeiten, und nicht zuletzt das Sand/Epoxy Gemisch mit Mumpe fein verspachteln. Das ist derzeit schlimmer als Schleifpapier. Das ruiniert mir meine Arbeitsplatte wenn ich da nicht was mache. Bis demnächst auf diesem Kanal, wenn ich die ersten Radschuhe anfertige. Bei Fragen bitte einfach melden.

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Weiter mit Teil 4/4
Formenbau Radschuhe Teil2

Formenbau für GfK Radschuhe 2/4

Es geht weiter. Die Trennbretter habe ich entfernt, heraus kam eine Formenhälfte, mit der ich durchaus zufrieden bin. Wenige Fehlstellen sind zu sehen. Was man allerdings noch nicht sieht sind die späteren „Nutzflächen“, nämlich die Abdrücke der Radschuhe an sich, denn die stecken noch in der Form.

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Obige Form wiegt knapp 1Kg. Bevor man jetzt an die zweite Hälfte geht wird die Form gesäubert und Fehlstellen ausgebessert. Danach habe ich 7 Schichten Trennwachs aufgebracht und anschließend poliert. Der mega GAU tritt dann ein, wenn das neue Formenharz mit der alten Schicht eine Verbindung eingeht. In dem Fall geht die Form in den Müll. Aber ich denke, dass Mirror Glaze seine Arbeit schon verrichten wird…

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Hier sind die neuen Trennbretter zu sehen. Der Streifen 1mm Balsaholz dient später dazu die Form zu sprengen. Hier geht man mit dem Schraubenzieher rein und hebelt die Form auf. Ist alles optimal gelaufen braucht man nur wenig Kraft. Sollte man hier Gewalt anwenden müssen hat man was falsch gemacht. Die folgenden Schritte spare ich mir mal, weil es exakt die gleichen Abfolgen sind wie in Teil I:

# Formenharz
# Glaskurzschnitzel + Baumwollflocken
# angelieren lassen
# dünn mit Harz einstreichen
# Mumpe um die Radien zu brechen
# Glasgewebe (erst dünn, dann dick)
# Hinterfüllung mit Quarzsand

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Diesmal habe ich die Hinterfüllung direkt eingebracht, weil ich das neue Harz als gut eingestuft habe. Das Zeug härtet auch bei 9 Grad im Keller aus. Die Sandmischung habe ich diesmal Pi mal Daumen gemacht, aber wesentlich trockener als 4:1. Jetzt ist wieder warten angesagt. Ich lasse die Form jetzt 24h normal aushärten und dann noch einmal 24h auf der Heizung.

Erst dann kommt der spannende Moment. Ist die Form was geworden? Hat sich die Arbeit gelohnt?

Weiter mit Teil 3/4